Daniel Minini

Entrepreneur, CEO, Student & Mensch.

sei-sozial.de / .at / .ch / .net

Das Nonprofit Fundraising-Projekt http://www.sei-sozial.de war im Jahr 2008 - 2009 unter den Adressen sei-sozial.desei-sozial.atsei-sozial.ch und sei-sozial.net erreichbar und wurde von dem Wettbewerb Startsocial 2008 mit einem Stipendium ausgezeichnet.

Ende des Jahres 2009 wurde beschlossen das Projekt wegen mangelndem Interesse der Internetgemeinschaft sowie der öffentlichen Medien aus Kostengründen offline zu schalten.

Nachfolgend das damalige Projektkonzept von sei-sozial.de aus dem Jahr 2008, Verfasser war Daniel Minini.

Alle Rechte sind nach wie vor vorbehalten.

Grundlage des Projektes sei-sozial.de ist Etablierung eines innovativen Fundraising-Konzepts auf dem World Wide Web (www). Entwickelt und zum Wettbewerb Startsocial 2008 angemeldet wurde das Projekt von Daniel Minini. Der Dortmunder Gymnasiast und Internet-Jungunternehmer hat schon mehrere Internet-Projekte entwickelt und zum Erfolg geführt. Nach der Zusage eines Stipendiums durch Startsocial führte die darauf folgende Beratung daher schnell zu einem fundierten Unternehmenskonzept, welches in großen Teilen realisiert werden konnte. sei-sozial.de konnte viele Freunde und Unterstützer mobilisieren und ging in Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Start. 

1. Die Idee

Internet-Nutzern, die online einkaufen, soll eine Webplattform zur Verfügung stehen, über die sie mit minimalem Aufwand selbst ausgewählten Nonprofit-Organisationen finanzielle Zuwendungen zukommen lassen können. Dazu soll weder eigenes Geld gebraucht noch sollen irgendwelche Nachteile oder Risiken in Kauf genommen werden müssen. Erforderlich ist lediglich ein kleiner “sozialer Umweg” über sei-sozial.de beim Online-Einkauf in bekannten Online-Shops. Ein Aufwand von wenigen Sekunden.

 

2. Funktionsweise des Konzeptes

Im Fokus stehen die Werbeprämien von Online-Shops für die Vermittlung von Online-Einkäufen. Solche  Werbeprämien sind heute obligatorisch für das Internet-Marketing nahezu aller erfolgreichen Webanbieter. Gelangt ein Nutzer über eine Webseite A auf die Webseite eines Online-Shops B und nimmt eine Bestellung vor, zahlt der Online-Shop dem Betreiber der Webseite A für diesen vermittelten Kunden eine Geldprämie. Diese Geldprämie kann aus einer Umsatzbeteiligung (meist 2 - 7 % vom Umsatz des vermittelten Kunden) oder aus einer Geldprämie pro Bestellung (meist 4 - 10 Euro) je Bestellung bestehen. 

Der Nutzer selbst hat von dieser Regelung allerdings keinen Vorteil. Auch nicht, wenn er den Umweg über eine dritte Webseite vermeidet, den Online-Shop also unmittelbar aufruft. Die Werbeprämie wird ihm beim Online-Einkauf von den Internet-Shops nicht etwa gutgeschrieben, sondern ist dann unnütz verloren. 

Mit sei-sozial.de hatten Online-Kunden jetzt die Möglichkeit, über diese sonst sinnlos verloren gehenden Werbeprämien zu verfügen. Sie können diese Prämien unmittelbar selbst ausgewählten Nonprofit-Organisationen zuwenden. Dazu ist lediglich minimaler Aufwand erforderlich. Der einen Internet-Einkauf planende Nutzer geht zunächst auf die Webseite sei-sozial.de, tippt dort den Namen des von ihm gewünschten Online-Shop ein, wählt per Mausklick eine ihm zusagende Nonprofit-Organisation aus und klickt auf Los. Damit wird er direkt auf die Webseite des Online-Shops weitergeleitet und kann sofort seinen geplanten Einkauf tätigen. Ein “sozialer Umweg” von wenigen Sekunden Dauer. 

Auf der Webseite des Online-Shops wurde die Vermittlung des Kunden über sei-sozial.de erkannt und als “provisionspflichtig” registriert. Kauft dieser Nutzer dort ein, wird die Werbeprämie fällig und an sei-sozial.net, Betreiber der Webplattform sei-sozial.de, überwiesen. Die gemeinnützige Fundraising-Organisation sei-sozial.net hat darüber mit den auf ihrem Webportal integrierten Online-Shops entsprechende Verträge abgeschlossen. Auch mit den zur Auswahl stehenden Nonprofit-Organisationen ist vertraglich geregelt, dass aus über sei-sozial.de vermittelten Online-Käufen bezahlte Werbeprämien als auflagenfreie Zuwendung an die vom Nutzern jeweils ausgewählte Organisation weitergeleitet wird. 

Hintergrund

Allein in Deutschland wurden 2007 bereits über 10 Mrd. Euro Umsatz durch Online-Einkäufe erwirtschaftet. Tendenz weiterhin stark steigend. Dabei gingen laut Schät-zung von Social Marketing-Experten Werbeprämien und -gutschriften im dreistelli-gen Millionenbereich ungenutzt verloren. Geld, das mit Hilfe von sei-sozial.de jetzt zum großen Teil unmittelbar und gezielt für gemeinnützige, mild- und wohltätige Projekte aufgefangen und verwendet werden kann. Einzige Voraussetzung dafür ist die erfolgreiche Etablierung des Projekts sei-sozial.de. Auch wenn nur ein überschaubarer Teil der Internetnutzer motiviert werden kann, bei Online-Einkäufen zukünftig bevorzugt den Umweg über sei-sozial.de zu nutzen, ist eine für Deutschland signifikant höhere Mittelbeschaffung für gemeinnützige bzw. soziale Aufgaben geradezu garantiert. Beispielsweise wurden für die Online-Kundenvermittlung nach dem Prinzip von sei-sozial.de bereits 2006 (lt. BVDW) rund 155 Mio. Euro Werbeprämien an Webseiten-Betreiber ausgeschüttet. Bei diesen Provisionsausschüttungen ist zudem ebenfalls eine drastisch steigende Tendenz nachweisbar. 

3. Der innovative Aspekt von sei-sozial.de
 
Internet-Werbeprämien für gemeinnützige Zwecke einzusetzen ist kein neuer Ge-danke. In Europa wie den USA sind so genannte “Charity Malls”, also virtuelle Warenhäuser, die solche Werbeprämien für die unterschiedlichsten gemeinnützigen Zwecke einsammeln, im Netz vorhanden. Auch in Deutschland sind einige solcher Projekte umgesetzt. Beispielsweise

http://www.lesen-und-helfen.de

Eine Initiative des JEH Verlag e.K. / JEH Tele-Kommunikation & Marketing zugunsten der Stiftung UNESCO.

http://www.cleverspenden.de 

Eine Initiative von Clever Spenden e.V.

Allerdings sind den von uns untersuchten Initiativen dieser Art, wie auch den beiden oben genannten, kaum Erfolge zu verzeichnen. Selbst seit Jahren aktive Charity Malls konnten bisher meist nur geringe, zum Teil kaum nennenswerte, Beträge generieren. Eine Erfahrung, die allerdings auch viele renommierte gemeinnützige Organisationen bei der Online-Spendenwerbung machen müssen. 

Für uns waren diese Erkenntnisse Anlass für eine fundierte Markt- und Kundenver-haltensanalyse mit Unterstützung durch unsere Berater. Die Resultate wiederum sind der Ausgangspunkt für die Entwicklung eines innovativen neuen Social Marketingkonzepts, welches dem Projekt sei-sozial.de jetzt zugrunde liegt. Die nachfolgende Gegenüberstellung fasst die wesentlichen Unterschiede analysierter Charity Mall - Konzepte vs. sei-sozial-de-Konzept einmal zusammen: 

Statt Regeln, Identifikationszwänge, unklare Erläuterungen und zeitaufwändige Einschränkungen, die zur Erreichung der Kernziele völlig überflüssig sind und einen gutwilligen, aber doch mehr oder weniger unbedarften Internet-Nutzer eher misstrauisch machen und meist schnell demotivieren 

  • absolute Freiheit zur individuellen Selbstentscheidung, maximale Transparenz, glaubwürdige, leicht überprüfbare Darstellung des Hintergrundes, garantierte Anonymität, minimalster Zeitaufwand

Statt eines limitierten Shop-Angebotes (etwa Bücher- oder Zeitschriften-Abos, Branchen, Regionen usw.)

  • Kooperationen mit aktuell über 750 Web Anbietern, darunter die führen-den Anbieter wie quelle.de, otto.do, amazon.de und andere. Mittelfristig sollen der gesamte Internetmarkt bzw. nahezu alle deutschen Onlineshops repräsentiert sein. 

Statt Fokussierung auf Käuferzielgruppen (etwa Buch-; Computer-, Bekleidungskäufer, Religionsangehörige, Jugendliche, Hilfsbereite, Genderspezifische usw.) 

  • konsequente Ansprache der kompletten Internet-Community ohne jeden Zielgruppenunterschied

Statt umfangreicher Erklärungen zur Geschichte und Motivation des Charity-Mall-Betreibers / Stiftungsgründers (Links zu Unternehmen und Biografien, historische Fotografien usw.) 

  • klare Definition als unabhängige, gemeinnützige, internationale Fundraising-Organisation, Vorstellung der verantwortlich handelnden Personen, Möglichkeit der unmittelbaren Kontaktaufnahme 

Statt eine limitierte Anzahl gemeinnütziger Organisationen zur Auswahl für die Zuwendungen anzubieten (zudem oft  gebunden an Religionen, Tätigkeitsfelder, Regionen usw.)

  • Zugang zu einer unlimitierten, standardisiert präsentierten, einfach klickbaren  Auswahl förderungswürdiger Nonprofit-Organisationen, -Projekte und -Werke ohne Einschränkungen, ohne jede Vorbewertung 

Statt langatmiger Erläuterungen, warum erhaltene Werbeprämien nur teilweise un-ter bestimmten Umständen an gemeinnützige Organisationen weitergeleitet werden können 

  • eindeutige Garantie, dass jede einzelne erzeugte Zuwendung in voller Höhe ohne Abzüge die ausgewählte Organisation erreicht und zeitnah abgerechnet wird

Statt unklarer Angaben zur Finanzierung der Charity-Mall und zur Höhe eventuell damit erreichter Spenden oder Überschüsse

  • klare Definition des gemeinnützigen Kostendeckungsprinzips, des Gewinnverbots, überprüfbare Transparenz (Veröffentlichung der Jahresabschlüsse z.B.)

Hintergrund
Mit den oben genannten Kriterien setzt das Fundraising-Konzept  sei-sozial.de konsequent modernes Internet-Marketing um und integriert in bisher einzigartiger Form und Weise für den Erfolg von Fundraising-Kampagnen entscheidende Erkenntnisse des Social Marketing. 

Menschen spenden beispielsweise nicht nur aus Mitgefühl. Sie spenden auch, um ein “gutes Gewissen” haben zu können. Intuitiv “versichert” sich der Spender damit gegen das Ereignis / Schicksal, das mit seiner Spende bekämpft oder gemildert wird. Individuell unterschiedliche “intuitive Furcht” vor unkontrollierbaren Ereignissen des Lebens ist deshalb ein wesentlicher Grund dafür, dass Menschen für bestimmte Projekte bereitwillig spenden, für andere dagegen kaum oder gar nicht.  sei-sozial.de kommt dieser psychologisch bestimmten Ausgangslage mit seinem Auswahlangebot geradezu optimal entgegen. Für eine Förderung stehen zahlreiche unterschiedlichste gemeinnützige, mild- und wohltätige bzw. soziale Organisationen und Projekte zur Verfügung. Und zwar gleichrangig, ohne direkte oder indirekte Bewertung bzw. standardisiert in Darstellungsform, Umfang und Auftritt präsentiert. Vom erzkonservativen kirchlichen Hilfswerk bis zur extrem liberalen AIDS-Hilfe der Schwulen- und Lesbenszene kann nahezu jedes individuell bestimmte Bedürfnis gerade hier zu helfen, unmittelbar befriedigt werden. Unmittelbar bedeutet: spontan der Intuition nachgeben könnend, ohne Identitätspreisgabe, ohne Spendenformulare ausfüllen, ohne Emails schreiben zu müssen. In dieser Form eindeutig ein Alleinstellungsmerkmal von sei-sozial.de, welches damit zudem ein weiteres Alleinstellungsmerkmal inte-griert: Die dem Konzept eigene Möglichkeit, ohne eigenes Geld einzusetzen, ohne Verpflichtungen oder die Inkaufnahme von Nachteilen “etwas Gutes” tun zu können. Der Internet-Nutzer wird deshalb zu keinem Zeitpunkt durch “Betteln um Geld ” psychologisch bedrängt. Die Botschaft von sei-sozial.de appelliert eher an die soziale Intelligenz als an das heutzutage oft überstrapazierte Mitgefühl und überlässt die Wahl und damit die Vorstellung, in welchem Bereich bzw. wem geholfen wird, der freien Fantasie. Ebenfalls eine optimale Voraussetzung für erfolgreiches Fundraising ist die so entstehende Selbstmotivation. Die eigene Vorstellungskraft (in diesem Fall über die Wirksamkeit frei bestimmbarer finanzieller Hilfen) ist immer um ein Vielfaches intensiver als aufoktroyierte Vorstellungen (in diesem Fall der klassischen Spendenwerbung) und somit um ein Vielfaches motivierender, etwas zu tun.

 
4. sei-sozial.net, Kreuzlingen / Schweiz

Die durch das Startsocial-Stipendiat promotete Beratung zeigte relativ schnell eine internationale Dimension des Projektes sei-sozial.de und war Anlass zur Gründung der internationalen Fundraising-Organisation sei-sozial.net. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Kreuzlingen /  Schweiz hat die Trägerschaft des Projektes übernommen und wird das Projekt zeitgleich in Deutschland, Österreich sowie in der Schweiz umsetzen. Italienische und Französische Versionen folgen; Marktrecherchen in mehreren EU-Ländern werden vorbereitet. 
sei-sozial.net ist ordentliches Mitglied im Schweizerischen Fundraising Verband / Association suisse de Fundraising und unterliegt der Finanzaufsicht der staatlichen kantonalen Steuerverwaltung des Kantons Thurgau. Der Verein hat aktuell sechs Mitglieder, die durch Empfehlungen für eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Aufbau des Projektes gewonnen werden konnten. Alle Mitglieder sind bereits langjährig in gemeinnützigen und sozialen Organisationen erfolgreich ehrenamtlich engagiert oder haben fundierte Fundraising-Kenntnisse.

5. Kooperationspartner

Nach der Zusage des Startsocial-Stipendiats konnten Kooperationspartner und ehrenamtliche Helfer gewonnen werden, die sich für das Projekt intensiv engagierten und ihre Zeit, Kraft und Ideen einbrachten, um sei-sozial.de zu realisieren. Neben Daniel Minini, dem Initiator des Projekts, und den bereits erwähnten Vereinsmitgliedern, die viele Tage ihrer Freizeit ausschließlich für sei-sozial.de tätig waren, sind hier zu nennen:


GIP - Gesellschaft für Information und Publizistik mbH, 44135 Dortmund

Die GIP ist eine renommierte, seit über 25 Jahren in allen Bereichen des Social Marketing sowie des Fundraising erfahrene Fachagentur und vorzugsweise für etablierte Werke und Organisationen der so genannten Freien Wohlfahrtspflege tätig. Die GIP promotet den Aufbau von sei-sozial.de durch kostenlos erbrachte Dienstleistungen, vermittelt Kontakte zu Nonprofit-Organisationen, zur Bank für Sozialwirtschaft sowie zu potenziellen Schirmherren /-herrinnen aus Politik, Kultur und Sport. Zudem wird die GIP die Öffentlichkeits- und Medienarbeit für sei-sozial.de in Deutschland nachhaltig unterstützen.creativestyle.de, Jaromir Fojcik, 94086 Bad GriesbachDie Münchener Agentur creativestyle.de unterstützt sei-sozial.de in der technischen Umsetzung. Die Agentur übernimmt bei sei-sozial.de die Programmierung, die Umsetzung des Layoutes sowie die Pflege der geplanten Webplattform. Der in Fachkreisen bekannte Onlinespezialist bereut über 100 Kunden und ist für sei-sozial.de ehrenamtlich tätig. 


comm.FACT GmbH, 80339 München

 Die Agentur Comm.FACT GmbH stellt sei-sozial.net eine einzigartige Softwarelösung zum Verwalten und Tracking der Online-Shops zu Verfügung. Die auf Affiliate-Marketing spezialisierte Agentur pflegt die Kontakte zu den gängigsten deutschen Partnernetzwerken als auch Onlineshops und gehört zu den wenigen deutschen Agenturen, die alle erforderlichen Kenntnisse in diesem Bereich abdecken. comm.FACT GmbH betreut technisch alle 750 Online Shops des Projekts und ist auf der Basis einer Kostenerstattung für sei-sozial.de engagiert. 


Bank für Sozialwirtschaft AG, 50668 Köln

Die BFS ist traditionell “die Hausbank” der meisten deutschen Nonprofit-Organisationen und wurde von den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz, der Paritätische und Jüdischer Wohlfahrtsverband gegründet. Bei der BFS unterhält sei-sozial.de seine Konten. Sobald erste Erfahrungen mit dem Projekt vorliegen, soll sei-sozial.de im Rahmen von der Bank veranstalteter Seminare und Fortbildungsveranstaltungen möglichst vielen Nonprofit-Organisationen aus allen Bereichen vorgestellt und erläutert werden. 


Online-Shops

Das Projekt sei-sozial.de wurde mittlerweile über 750 deutschen Online-Shops vorgestellt und ist überall auf breiteste Zustimmung gestoßen. Aktuell haben bereits 400 Shops mit uns die Konditionen für die Zahlung von Werbeprämien verhandelt und vertraglich geregelt. Jeden Tag schließen wir mit weiteren Shops solche Verträge und sind sicher, beim Start des Projekts nahezu alle 750 von uns kontakteten Online-Shops bei sei-sozial.de repräsentieren zu können. 


Kooperierende Organisationen

Spontan ihre Teilnahme an dem Projekt sei-sozial.de verbindlich zugesagt haben aktuell neun renommierte deutsche Nonprofit-Organisationen. Darunter sowohl große, in ganz Deutschland präsente Trägerorganisationen mit über tausend Beschäftigten, als auch kleine, eher lokal bekannte Initiativen, die sich auf die Arbeit weniger ehrenamtlicher Mitarbeiter stützen. Weitere acht etablierte Nonprofit-Orgas werden ihre Teilnahme kurzfristig verbindlich zusagen.

 8. Beispielhafter Einkauf eines sei-sozial.de Nutzers 

  1. Ein Internetnutzer plant einen Online-Bestellung bei dem Online-Shop http://www.klingel.de
  2. Aufmerksam gemacht und motiviert durch unser Social Marketing nimmt der Nutzer einen Umweg über http://www.sei-sozial.de
  3. Auf der Seite sei-sozial.de wird der Nutzer aufgefordert, den Namen des Online-Shops einzugeben und diesen entsprechend auszuwählen.
  4. Sodann hat der Nutzer die Möglichkeit eine gemeinnützige Organisation beliebig auszuwählen, die die Werbeprämie erhalten soll.

     
  5. Nach einer Bestätigung wird der Nutzer sofort auf den gewünschten Online-Shop http://www.klingel.de weitergeleitet und kann dort die geplante Online-Bestellung vornehmen. Vorgang und Abwicklung sind für den Nutzer unverändert und identisch zum unmittelbaren Aufruf des Online-Shops.
  6. Das System von klingel.de vermerkt die Vermittlung des Kunden durch sei-sozial.de. Danach folgt automatisch die Gutschreibung der vertraglich vorher vereinbarten Werbeprämie (für die Vermittlung eines neuen Kunden) von 3,- bis 9,- Euro auf das Konto von sei-sozial.net. In diesem Beispiel ist die Vergütung aus Marketinggründen mit klingel.de wie folgt vereinbart:

    3,00 EUR    je Besteller <39 Jahren     
    6,00 EUR    je Besteller zwischen 40 - 49 Jahren
    9,00 EUR   je  Besteller >50 Jahren

  7. Mit Geldeingang auf dem Bankkonto bei der BFS, Köln, erfolgt die Verbuchung auf dem Guthabenkonto der vom Nutzer ausgewählten Nonprofit-Organisation.

    Als gemeinnütziger Verein arbeitet sei-sozial.net ausschließlich kostendeckend, ein Gewinn darf nicht erzielt werden. Die Kostenpauschale wird daher transparent auf der Basis der tatsächlich entstandenen Kosten ermittelt, im Jahresabschluss offen nachgewiesen und jährlich neu festgesetzt. Sie wird entsprechend niedriger ausfallen, je mehr User sei-sozial.de nutzen. 

  8. Mit der Überweisung an die ausgewählte gemeinnützige Organisation ist der Vorgang für sei-sozial.de beendet.

Das Scheitern von sei-sozial.de / .at / .ch / .net

Das Projekt wurde ehrenamtlich mit viel Herzblut und Investitionen professionell aufgezogen. Trotzdem war der gewünschte Erfolg nicht erreichbar.

Gründe dafür sind wahrscheinlich

  • Ausbleibende Prämierung durch den Wettbewerb Startsocial. Das Projekt wurde lediglich unter den besten einhundert Ideen prämiert, erreichte jedoch nicht die nötigen ersten fünfundzwanzig Platzierungen.

     
  • Fehlende mediale Aufmerksamkeit. Trotz einer aufwendigen Medienkampagne griffen weder die öffentlichen Medien noch die Internetgemeinschaft das Konzept auf. Eine Berichterstattung blieb aus.

     
  • Daraus resultierend: Fehlende Nutzer, die einen “sozialen Umweg” in Kauf nehmen wollten.

  •  Fehlender Vorteil für die Nutzer. Eventuell wäre das Bereitstellen von Gutscheincodes bei einem sozialen Umweg ein sinnvoller Ansatz gewesen, vergleichbar wie es aktuell Gutscheinpony.de und andere Gutschein-Portale machen.

  • Fehlende soziale Anbindung: Eine Unterstützer-Gemeinschaft wurde zwar versucht zu mobilisieren über “Sozial Angels”, jedoch blieb der Erfolg und die Teilnahme aus.

  • Unausgereifte Software: Geplant war eine Browser-Addon, der Nutzer bei einem Einkauf auf einen möglichen sozialen Umweg hinweist. Die Entwicklung der Software war unausgereift.

Ich bedanke mich herzlichst bei allen Mitwirkenden, die Ihre freie Zeit ehrenamtlich investiert haben.



Daniel Minini 

Emailkontakt:
daniel@minini.de 


Damalige Pressemeldungen:

21.07.2008 Spenden im Netz: sei-sozial.net als Chance für kleinere Hilfsprojekte

28.07.2008 Trendwende: Internet-Jugend engagiert sich sozial

14.08.2008 Jetzt “kostenlos” spenden mit sei-sozial.net

26.08.2008 sei-sozial.net macht Schluss mit Geldverschwendung

11.09.2008 Startschuss für Web 2.0 Charity-Mall sei-sozial.de

24.11.2008 Mausklick genügt - Im Internet einkaufen und wirkungsvoll helfen